50 Jahre besteht die Buchhandlung „Rote Straße“. Sie ist mittlerweile eine Institution in Göttingen, die in einem nicht ganz so konservativen politischen Spektrum zu Hause ist. Sie und zwei weitere Buchhandlungen im Norden Deutschlands, der „Buchladen zur schwankenden Weltkugel“ in Berlin und „The Golden Shop“ in Bremen wurde nun vorgeworfen, extremistisch zu sein. Dies wurde als Grund benannt, warum sie nun als Kandidaten für den deutschen Buchhandlungspreis ausgeschlossen wurden. Eine derartige Vorgehensweise von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer ist eine Zensur ohne Offenlegung der Gründe. Die Vorgehensweise gleicht einem Lobbyismus zugunsten einem scheinbar rechtsgerichteten Verfassungsschutz, solange in der Art und Weise keine Transparenz hergestellt wird!
Wir von der AG Bildung der Piratenpartei Deutschland, begrüßen den freien Buchhandel als unverzichtbare Säule unserer offenen Gesellschaft [1].
Staatliche Eingriffe, müssen vorbehaltslos transparent und nachvollziehbar begründet werden! Diese unter dem Deckmantel des Verfassungsschutzes zu verschleiern [2] ist mit einer Zensur vergleichbar, die sich mit den „Book Bans“ in den USA bereits etabliert hat [3].
Die Tatsache, dass sich die Buchhandlungen gegen den Vorwurf nicht erwehren können, erhärten den Vorwurf. Dabei ergeben sich folgende Fragen:
- Wurden sie korrekt informiert?
- Gab es klare Kriterien?
- Missachtet der Staatsminister die hoheitlichen Aufgaben des Staates?
Der Staat trägt eine besondere Verantwortung! Er soll Vielfalt fördern!
Durch solch ein Vorgehen forciert er, dass Buchhandlungen ihr Programm entweder vorsortieren und Autor:innen marginalisieren oder sogar befürchten müssen, als „Extremist:innen“ eingestuft zu werden.
Wir fordern:
- Die sofortige Einstellung solcher einseitigen Ausschlüsse und eine unabhängige Überprüfung des Verfahrens durch die Jury.
- Eine Überprüfung und Offenlegung der Ergebnisse des Verfassungsschutzes durch den Bundestag bevor solche Entscheidungen und Aussagen getätigt werden.
- Transparente Regeln für die Kulturförderung.
Der Staat muss die Demokratie und damit auch die gesellschaftliche Vielfalt aktiv stärken. Den freien Buchhandel barrierefrei zugänglich zu machen gehört dazu, wie auch dessen Rolle als Schutz gegen Totalitarismus sowie andere autoritäre Tendenzen anzuerkennen, wie sie sich derzeit etwa in den USA zeigen. Denn ein ungebildeter Mensch wird schneller zum Extremist:innen.
[2] https://www.zeit.de/feuilleton/ausland/2026-03/deutscher-buchhandlungspreis-wolfram-weimer-verfassungsschutz-linksextremismus-kunstfreiheit
[3] https://www.swr.de/kultur/literatur/banned-books-in-den-usa-100.html
[4] https://www.boersenblatt.net/news/buchhandel-news/ein-inakzeptabler-vorgang-413955
[5] https://www.sueddeutsche.de/kultur/jo-lendle-wolfram-weimer-haber-verfahren-buchhandlung-preis-li.3443036
[6] https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_103.html
[7] https://aclanthology.org/2025.emnlp-main.415/
Leichte Sprache
Titel: Unsere Meinung zum Ärger um den Deutschen Buchhandlungs-Preis 2026
Hier ist der Text in Leichter Sprache nach festen Regeln – KI generiert:
Die Buchhandlung „Rote Straße“ gibt es seit 50 Jahren.
Die Buchhandlung ist in Göttingen.
Viele Menschen kennen sie.
Die Buchhandlung ist politisch eher links.
Sie gehört nicht zum konservativen Bereich.
Jetzt gibt es Ärger.
Der Buchhandlung wird vorgeworfen:
Sie sei extremistisch.
Das Gleiche gilt für 2 andere Buchhandlungen.
Eine Buchhandlung ist in Berlin.
Sie heißt: „Buchladen zur schwankenden Weltkugel“.
Die andere Buchhandlung ist in Bremen.
Sie heißt: „The Golden Shop“.
Die 3 Buchhandlungen sollen nicht für den Deutschen Buchhandlungs-Preis ausgewählt werden.
Als Grund wird gesagt:
Die Buchhandlungen seien extremistisch.
Wir kritisieren diese Entscheidung.
Denn die Gründe sind unklar.
Die Gründe bleiben unbenannt.
Darum wirkt die Entscheidung unfair.
Darum wirkt die Entscheidung wie Zensur.
Wir von der AG Bildung der Piratenpartei Deutschland sagen:
Freie Buchhandlungen sind sehr wichtig.
Sie sind wichtig für eine offene Gesellschaft.
Menschen sollen viele verschiedene Bücher lesen können.
Menschen sollen viele verschiedene Meinungen kennenlernen können.
Wenn der Staat in so einen Fall eingreift,
dann muss er offen sein.
Dann muss er die Gründe klar erklären.
Dann müssen die Gründe für alle verständlich sein.
Hier beruft sich der Staat auf den Verfassungs-Schutz.
Aber die Gründe bleiben geheim.
Das finden wir falsch.
So etwas kann gefährlich sein.
Denn Buchhandlungen bekommen dann vielleicht Angst.
Dann ist die Auswahl an Büchern geringer.
Oder sie laden manche Autorinnen und Autoren nicht mehr ein.
Das schadet der Vielfalt.
Wichtige Fragen sind noch offen:
Wurden die Buchhandlungen richtig informiert?
Gab es klare Regeln?
Gab es ein faires Verfahren?
Der Staat hat eine besondere Verantwortung.
Der Staat muss die Demokratie schützen.
Der Staat muss Vielfalt fördern.
Der Staat muss dafür sorgen,
dass Meinungen sichtbar sind.
Darum fordern wir:
Die Ausschlüsse müssen sofort gestoppt werden.
Die Jury soll das Verfahren unabhängig prüfen.
Der Bundestag soll die Informationen des Verfassungs-Schutzes prüfen.
Es muss klare und offene Regeln für Kultur-Förderung geben.
Ein freier Buchhandel ist wichtig für die Demokratie.
Buchhandlungen helfen gegen Hass und gegen autoritäres Denken.
Bildung ist wichtig.
Bücher sind wichtig.
Wer gut informiert ist,
kann sich besser eine eigene Meinung bilden.

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